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Wie funktioniert IT-Inventarisierung im Unternehmen?

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Overhead-Aufnahme eines IT-Inventars mit Laptops, Tastaturen, Netzwerk-Switches und Klemmbrett auf einem Schreibtisch.

Bei der IT-Inventarisierung werden alle Hard- und Softwarekomponenten eines Unternehmens systematisch erfasst, dokumentiert und verwaltet. Das Ziel ist ein vollständiger Überblick über den gesamten IT-Bestand, von einzelnen Arbeitsplatzrechnern bis zu Serverinfrastrukturen und Softwarelizenzen. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um die IT-Inventur im Unternehmenskontext.

Was wird bei einer IT-Inventarisierung erfasst?

Bei einer IT-Inventarisierung werden sämtliche Hardware-Assets und Softwarekomponenten eines Unternehmens dokumentiert. Dazu gehören physische Geräte wie Rechner, Laptops, Drucker und mobile Endgeräte ebenso wie installierte Betriebssysteme, Anwendungen und Lizenzen. Netzwerkkomponenten wie Router, Switches und Server sind ebenfalls Bestandteil einer vollständigen IT-Inventur.

Konkret umfasst eine typische Hardware-Inventarisierung folgende Gerätetypen:

  • Desktop-PCs und Laptops
  • Server und Speichersysteme
  • Drucker, Scanner und Multifunktionsgeräte
  • Netzwerkgeräte (Router, Switches, Access Points)
  • Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets
  • Videokonferenzsysteme und Peripheriegeräte

Die Software-Inventarisierung erfasst parallel dazu alle installierten Programme, Betriebssystemversionen und Lizenzzustände. Besonders relevant ist dabei die Unterscheidung zwischen genutzten und ungenutzten Lizenzen, da überschüssige Lizenzen unnötige Kosten verursachen, während fehlende Lizenzen rechtliche Risiken mit sich bringen. Im Rahmen eines umfassenden IT-Asset-Managements werden zudem Gerätezuordnungen zu Mitarbeitern, Standorten und Kostenstellen dokumentiert.

Wie läuft eine IT-Inventarisierung im Unternehmen ab?

Eine IT-Inventarisierung im Unternehmen läuft in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten ab: Zunächst werden der Inventarisierungsumfang und die einzusetzenden Werkzeuge festgelegt, dann erfolgt die eigentliche Erfassung aller Assets, gefolgt von der Dokumentation in einer zentralen Datenbank und der anschließenden Auswertung der Ergebnisse.

In der Praxis beginnt der Prozess mit einer Bestandsaufnahme der vorhandenen IT-Infrastruktur. Dabei wird definiert, welche Standorte, Abteilungen und Gerätekategorien erfasst werden sollen. Anschließend kommen entweder manuelle Erfassungsmethoden oder automatisierte Inventarisierungssoftware zum Einsatz, die Netzwerke nach verbundenen Geräten durchsucht und deren Eigenschaften ausliest.

Nach der Erfassung werden die gesammelten Daten bereinigt und in einer zentralen Datenbank oder einem IT-Asset-Management-System zusammengeführt. Abschließend werden die Ergebnisse ausgewertet: Welche Geräte sind veraltet? Welche Lizenzen laufen bald ab? Wo gibt es Lücken in der Dokumentation? Diese Erkenntnisse fließen direkt in die IT-Planung und Budgetierung ein.

Was ist der Unterschied zwischen manueller und automatisierter Inventarisierung?

Der wesentliche Unterschied liegt in Aufwand, Genauigkeit und Aktualität: Die manuelle Inventarisierung erfasst Assets durch physische Begehung und händische Eingabe, während automatisierte Inventarisierungssoftware Netzwerke kontinuierlich scannt und Gerätedaten selbstständig ausliest. Bei größeren IT-Umgebungen ist die automatisierte Variante deutlich zuverlässiger und wirtschaftlicher.

Manuelle Inventarisierung

Bei der manuellen IT-Inventur gehen Mitarbeiter Gerät für Gerät durch, notieren Seriennummern, Modelle und Konfigurationen und tragen diese Daten in Tabellen oder Listen ein. Dieser Ansatz eignet sich für sehr kleine Unternehmen mit überschaubarem IT-Bestand, ist jedoch fehleranfällig und zeitintensiv. Außerdem veralten manuell erfasste Daten schnell, sobald Geräte ausgetauscht werden oder neu hinzukommen.

Automatisierte Inventarisierung

Automatisierte Inventarisierungssoftware scannt das Netzwerk regelmäßig oder in Echtzeit und erfasst Gerätedaten wie Betriebssystemversion, installierte Software, Hardwarekonfiguration und Netzwerkadresse ohne manuellen Eingriff. Lösungen wie Matrix42, die auch bei Thönnes im Einsatz sind, ermöglichen eine zentrale Verwaltung und automatische Aktualisierung des IT-Bestands. Für mittelständische Unternehmen mit mehreren Dutzend oder Hunderten von Geräten ist dieser Ansatz die Standardlösung, da er konsistente und aktuelle Daten liefert.

Welche Pflichten zur IT-Inventarisierung haben Unternehmen?

Unternehmen sind aus mehreren rechtlichen und regulatorischen Gründen zur IT-Inventarisierung verpflichtet. Handelsrechtlich schreibt das HGB eine vollständige Erfassung aller Vermögensgegenstände vor, zu denen auch IT-Assets zählen. Daneben erfordern Datenschutzrecht, Softwarelizenzrecht und zunehmend auch IT-Sicherheitsvorschriften eine lückenlose Dokumentation des IT-Bestands.

Konkret ergeben sich Inventarisierungspflichten aus folgenden Bereichen:

  • Handelsrecht (HGB): IT-Hardware ist als Anlagevermögen zu erfassen und im Jahresabschluss auszuweisen.
  • Steuerrecht: Abschreibungen auf IT-Geräte setzen eine genaue Dokumentation von Anschaffungsdatum und -wert voraus.
  • Datenschutz (DSGVO): Das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erfordert Kenntnis darüber, auf welchen Systemen personenbezogene Daten verarbeitet werden.
  • Softwarelizenzrecht: Unternehmen müssen nachweisen können, dass alle genutzten Programme ordnungsgemäß lizenziert sind.
  • IT-Sicherheit: Normen wie ISO 27001 setzen ein vollständiges Asset-Inventar als Grundlage für das Informationssicherheitsmanagement voraus.

Ein fehlendes oder lückenhaftes IT-Inventar kann bei Betriebsprüfungen, Softwareaudits oder Datenschutzvorfällen zu erheblichen Problemen führen. Die Windows- und Microsoft-Umgebungen vieler Unternehmen unterliegen dabei besonders häufig Lizenzprüfungen durch Hersteller.

Wie oft sollte eine IT-Inventarisierung durchgeführt werden?

Eine vollständige IT-Inventarisierung sollte mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, idealerweise zum Geschäftsjahresende im Rahmen der regulären Inventur. In Unternehmen mit häufigen Gerätewechseln oder wachsender IT-Infrastruktur empfiehlt sich eine kontinuierliche oder quartalsweise Aktualisierung des IT-Bestands.

Die jährliche Inventur deckt Abweichungen zwischen dem dokumentierten und dem tatsächlichen Bestand auf und bildet die Grundlage für die Bilanzierung. Darüber hinaus sollten bestimmte Ereignisse immer eine sofortige Aktualisierung der IT-Inventur auslösen:

  • Neuanschaffung oder Außerbetriebnahme von Geräten
  • Mitarbeiterwechsel mit Gerätezuordnung
  • Softwareinstallationen oder Lizenzänderungen
  • Umzüge oder Standortveränderungen
  • Sicherheitsvorfälle, bei denen betroffene Systeme identifiziert werden müssen

Unternehmen, die automatisierte Inventarisierungssoftware einsetzen, profitieren von einer kontinuierlichen Aktualisierung des IT-Bestands. Das reduziert den Aufwand der jährlichen Inventur erheblich, da die Daten bereits aktuell sind und nur noch geprüft werden müssen.

Wer ist im Unternehmen für die IT-Inventarisierung zuständig?

Die Verantwortung für die IT-Inventarisierung liegt in der Regel bei der IT-Abteilung, konkret beim IT-Administrator oder IT-Leiter. In kleineren Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung übernimmt häufig ein externer IT-Dienstleister diese Aufgabe. Die kaufmännische Verantwortung für die korrekte Bilanzierung der IT-Assets liegt beim Controlling oder der Buchhaltung.

In der Praxis ist die IT-Inventarisierung eine Querschnittsaufgabe: Die IT-Abteilung erfasst und pflegt den technischen Bestand, während das Controlling die wirtschaftliche Bewertung übernimmt und die Geschäftsführung die Gesamtverantwortung trägt. Bei Softwarelizenzen ist zudem häufig der Einkauf eingebunden, da Lizenzverträge dort verwaltet werden.

Für Unternehmen ohne ausreichende interne Kapazitäten bietet sich die Auslagerung der IT-Inventarisierung an einen externen Dienstleister an. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die interne IT bereits mit dem Tagesgeschäft ausgelastet ist oder wenn spezialisiertes Know-how für komplexe Infrastrukturen fehlt. Mehr zu Karrieremöglichkeiten in der IT-Betreuung bietet die Fachinformatiker-Ausbildung als Einstiegspunkt in dieses Berufsfeld.

Wie Thönnes bei der IT-Inventarisierung unterstützt

Thönnes Datensysteme GmbH übernimmt die IT-Inventarisierung für mittelständische Unternehmen im Großraum München als Teil eines umfassenden IT-Service-Angebots. Als herstellerunabhängiger Dienstleister berät Thönnes neutral, welche Inventarisierungslösung zum jeweiligen Unternehmen passt, ohne an bestimmte Produkte gebunden zu sein.

Das Leistungsangebot im Bereich IT-Asset-Management umfasst:

  • Vollständige Erfassung und Dokumentation von Hard- und Software
  • Einrichtung und Betreuung von Inventarisierungssoftware (u. a. Matrix42)
  • Laufende Pflege und Aktualisierung des IT-Bestands
  • Verwaltung von User-Accounts und Gerätezuordnungen
  • Unterstützung bei Lizenzprüfungen und Compliance-Anforderungen
  • Remote- und Onsite-Betreuung je nach Bedarf

Ob als einmalige Inventur oder als dauerhafter Managed Service: Thönnes passt das Angebot an das Budget und die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens an. Nehmen Sie Kontakt auf und klären Sie in einem ersten Gespräch, wie eine strukturierte IT-Inventarisierung in Ihrem Unternehmen aussehen kann.

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