Thönnes IT

Kronwinkler Straße 24 | 81245 München

+49 89 896086-0
+49 89 896086-99
info@thoennes.com

Wie werden iOS-Geräte im Unternehmenskontext eingerichtet?

wpseoai.com ·
Hände konfigurieren ein iPhone auf einem modernen Büroschreibtisch in München, Tastatur und Firmenausweis im Hintergrund.

iOS-Geräte werden im Unternehmenskontext in der Regel über ein Mobile-Device-Management-System eingerichtet, oft in Kombination mit dem Apple Business Manager. Diese Kombination erlaubt es, iPhones und iPads zentral zu konfigurieren, Apps zu verteilen und Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen, ohne jedes Gerät manuell anfassen zu müssen. Die folgenden Abschnitte beantworten die häufigsten Fragen rund um die iPhone- und iPad-Unternehmenseinrichtung.

Welche Methoden gibt es, um iOS-Geräte im Unternehmen zu verwalten?

Für die Verwaltung von iOS-Geräten im Unternehmen gibt es im Wesentlichen zwei Ansätze: die vollständig zentrale Verwaltung über ein MDM-System sowie die sogenannte BYOD-Variante (Bring Your Own Device), bei der private Geräte der Mitarbeiter eingebunden werden. In der Praxis des Mittelstands dominiert die zentrale Verwaltung unternehmenseigener Geräte, weil sie mehr Kontrolle und Sicherheit bietet.

Bei der zentralen Verwaltung werden Geräte entweder über den Apple Business Manager direkt mit einem MDM-System verknüpft oder manuell in dieses eingetragen. Sobald ein iPhone oder iPad registriert ist, lassen sich Konfigurationen, Apps und Richtlinien per Fernzugriff aufspielen. Das spart Zeit und reduziert Fehler, die bei manueller Einrichtung entstehen können.

Die BYOD-Variante ist technisch möglich, bringt aber rechtliche und datenschutzrechtliche Fragen mit sich, insbesondere rund um die Trennung von privaten und geschäftlichen Daten. Viele Unternehmen setzen hier auf sogenannte Container-Lösungen, bei denen geschäftliche Apps und Daten in einem abgeschirmten Bereich des Geräts laufen. Wer dabei auch die Anforderungen der DSGVO im Blick behalten möchte, findet bei Thönnes weiterführende Informationen rund um IT-Sicherheit und Datenschutz.

Was ist Mobile Device Management und wie funktioniert es bei iOS?

Mobile Device Management (MDM) ist ein System zur zentralen Verwaltung mobiler Endgeräte. Bei iOS-Geräten kommuniziert das MDM-System über eine von Apple bereitgestellte Schnittstelle direkt mit dem Betriebssystem. Dadurch kann die IT-Abteilung Geräte konfigurieren, Apps installieren, Passwortrichtlinien durchsetzen und Geräte im Verlustfall aus der Ferne sperren oder löschen.

Die Verbindung zwischen einem iOS-Gerät und dem MDM-Server wird über ein sogenanntes MDM-Profil hergestellt. Dieses Profil wird einmalig auf dem Gerät installiert und gibt dem MDM-System die notwendigen Berechtigungen. Apple schränkt dabei bewusst ein, welche Aktionen ein MDM-System ausführen darf, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Zum Beispiel kann ein MDM-System zwar Apps installieren, aber nicht den Inhalt privater Nachrichten einsehen.

Gängige MDM-Lösungen für Unternehmen sind unter anderem Jamf Pro, Microsoft Intune und VMware Workspace ONE. Die Wahl des Systems hängt von der vorhandenen IT-Infrastruktur ab. Unternehmen, die stark auf Microsoft-Produkte setzen, greifen häufig zu Intune, da es sich nahtlos in Windows- und Microsoft-Umgebungen einbinden lässt.

Wie unterscheiden sich ABM und MDM voneinander?

Der Apple Business Manager (ABM) und ein MDM-System sind zwei unterschiedliche, aber eng zusammenarbeitende Werkzeuge. ABM ist ein webbasiertes Portal von Apple, über das Unternehmen Geräte kaufen, registrieren und Lizenzen verwalten. MDM ist die Software, die die eigentliche Geräteverwaltung übernimmt. ABM allein verwaltet keine Geräte, sondern bereitet sie für die Verwaltung vor.

Konkret funktioniert das Zusammenspiel so: Ein Unternehmen kauft iPhones oder iPads über einen autorisierten Händler. Diese Geräte werden automatisch im ABM des Unternehmens registriert. Von dort werden sie dem MDM-System zugewiesen. Beim ersten Einschalten des Geräts meldet es sich automatisch beim MDM an und erhält alle vorgesehenen Konfigurationen, ohne dass ein IT-Mitarbeiter das Gerät physisch in die Hand nehmen muss. Dieser Prozess wird als Zero-Touch-Deployment bezeichnet.

Ohne ABM ist Zero-Touch-Deployment nicht möglich. Geräte, die nicht über ABM registriert sind, müssen manuell in das MDM-System eingetragen werden, was deutlich mehr Aufwand bedeutet und auch die Möglichkeit einschränkt, bestimmte Sicherheitsrichtlinien dauerhaft zu erzwingen.

Welche Konfigurationen werden bei der Einrichtung typischerweise vorgenommen?

Bei der Unternehmenseinrichtung eines iOS-Geräts werden standardmäßig Netzwerkkonfigurationen, Sicherheitsrichtlinien, App-Installationen und E-Mail-Konten eingerichtet. Welche Konfigurationen genau vorgenommen werden, hängt von der Rolle des Mitarbeiters und den Anforderungen des Unternehmens ab.

Typische Konfigurationen umfassen:

  • WLAN- und VPN-Profile, damit das Gerät automatisch mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden wird
  • E-Mail-Konten und Kalenderanbindung, etwa über Exchange oder Microsoft 365
  • Passwortrichtlinien, zum Beispiel Mindestlänge und automatische Sperrung nach Inaktivität
  • Installation von Unternehmens-Apps wie Kommunikationstools, CRM-Systemen oder branchenspezifischer Software
  • Einschränkungen bestimmter Gerätefunktionen, etwa das Deaktivieren des App Store oder der Kamera in sensiblen Bereichen
  • Zertifikate für den sicheren Zugriff auf interne Systeme

All diese Konfigurationen werden über das MDM-System als sogenannte Konfigurationsprofile ausgespielt. Änderungen lassen sich jederzeit zentral vornehmen und werden automatisch auf alle betroffenen Geräte übertragen.

Wer ist im Unternehmen für die iOS-Einrichtung verantwortlich?

Die Verantwortung für die iOS-Geräteverwaltung liegt in den meisten Unternehmen beim IT-Support oder der IT-Abteilung. In kleineren Betrieben ohne eigene IT-Abteilung übernimmt diese Aufgabe häufig ein externer IT-Dienstleister. Entscheidend ist, dass die zuständigen Personen sowohl das MDM-System als auch die Apple-Plattform kennen.

In der Praxis gibt es oft eine Aufteilung: Die strategische Konfiguration, also welche Apps und Richtlinien gelten sollen, wird von einem IT-Verantwortlichen oder IT-Leiter festgelegt. Die operative Umsetzung, also das Einrichten neuer Geräte, das Bearbeiten von Support-Anfragen und das Reagieren auf Probleme, übernimmt der IT-Support im Tagesgeschäft.

Bei wachsender Gerätezahl oder komplexeren Anforderungen stoßen interne Teams schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Outsourcing-Modelle, bei denen ein externer Dienstleister die MDM-Administration übernimmt, sind deshalb im Mittelstand weit verbreitet. Einen Überblick über die entsprechenden Managed IT Services von Thönnes gibt es direkt auf der Unternehmensseite.

Was passiert mit iOS-Geräten beim Mitarbeiterwechsel?

Beim Ausscheiden eines Mitarbeiters wird das zugewiesene iOS-Gerät über das MDM-System aus der Ferne zurückgesetzt. Dabei werden alle Unternehmensdaten, Konfigurationen und Apps gelöscht. Das Gerät kann anschließend für einen neuen Mitarbeiter neu eingerichtet werden, ohne dass es physisch zur IT-Abteilung gebracht werden muss.

Dieser Prozess läuft in gut konfigurierten Umgebungen weitgehend automatisiert ab. Sobald ein Mitarbeiterkonto im Verzeichnisdienst deaktiviert wird, kann das MDM-System automatisch reagieren und das Gerät sperren oder zurücksetzen. Das verhindert, dass ausgeschiedene Mitarbeiter weiterhin Zugriff auf Unternehmensdaten haben.

Für Geräte, die im Rahmen von BYOD genutzt wurden, gilt ein anderer Ablauf: Hier werden nur die geschäftlichen Daten und Profile entfernt, während private Inhalte auf dem Gerät verbleiben. Das setzt voraus, dass die Container-Lösung sauber konfiguriert ist und eine klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Bereichen besteht.

Wie Thönnes bei der iOS-Einrichtung im Unternehmen unterstützt

Thönnes Datensysteme GmbH übernimmt für mittelständische Unternehmen im Großraum München die vollständige Einrichtung und Betreuung von iOS-Geräten, von der initialen MDM-Konfiguration bis zum laufenden Support. Das Leistungsangebot umfasst konkret:

  • Auswahl und Einrichtung eines geeigneten MDM-Systems passend zur bestehenden IT-Infrastruktur
  • Anbindung an den Apple Business Manager und Konfiguration von Zero-Touch-Deployments
  • Erstellung und Pflege von Konfigurationsprofilen für verschiedene Mitarbeiterrollen
  • Betreuung von iPhones und iPads im First- und Second-Level-Support, remote und vor Ort
  • Verwaltung von User-Accounts und Berechtigungen bei Mitarbeiterwechseln
  • Herstellerunabhängige Beratung, welche Lösung zum jeweiligen Unternehmensumfeld passt

Wer die iOS-Geräteverwaltung in verlässliche Hände geben möchte, kann Thönnes direkt kontaktieren und eine unverbindliche Beratung anfragen.

Ähnliche Artikel